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Applikation



Medizintechnik:
Faseroptische Thermometer erlauben die Messung an Patienten und Materialien im Kernspintomographen. Dort herrschen Magnetfeldstärken von einem Tesla und metallische Sensoren würden zu einer Störung in der Bildgebung führen. Für spezielle Krebstherapien sind Sonden mit einem Durchmesser von 0,5 mm zur Verfügung. Diese können minimal-invasiv zur Überwachung der Gewebe­temperatur eingesetzt werden. Gesundes Gewebe soll durch die Einwirkung elektromagnetischer Felder nicht über 40°C erwärmt werden. Im Gegensatz dazu wird kanzerogenes Gewebe bei höheren Temperaturen denaturiert Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Lasertherapie. Dabei wird über ein Endoskop Laserenergie eingekoppelt und mit Hilfe eines faseroptischen Sensors die Temperatur überwacht.


Energietechnik:
Bestehende Netze und Kraftwerke werden bis an ihre Leistungsgrenze ausgelastet. Um die Betriebssicherheit zu gewähren, gehen die Betreiber verstärkt dazu über an kritischen Stellen in Generatoren und Transformatoren die Temperatur zu überwachen. Hochleistungsgeneratoren sind oft zwecks
effektiver Kühlung mit Wasserstoff gefüllt. Zu einer stark elektromagnetisch beeinflussten Umgebung kommt noch die Explosionsgefahr hinzu. Auch hier sind faseroptische Sensoren eine ideale Lösung.


Mikrowellenchemie:
Chemische Aufschlüsse unter Druck und Temperatur zur Bestimmung von Spuren und Ultraspuren in nachgelagerten Analyseverfahren oder Synthesen unter schonenden Bedingungen werden häufig in Mikrowellen beheizten Anlagen durchgeführt. Auch hier bietet ein faseroptisches Thermometer fast die einzige Möglichkeit zur Steuerung des Prozesses.